Heli-Workshop voller Erfolg

Learning Lounge

Erstellt am: 17. November, 2011

Kategorie: Aktuell, Szene

Text
Raimund Zimmermann

Magazin:  Ausgabe

Ausgabe: Ausgabe 12/2011

Erschienen im: November 2011

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Ausgabe 12/2011
Heli-Workshop voller Erfolg

Ende September war es wieder soweit: Die Fachzeitschrift RC-Heli-Action führte in Zusammenarbeit mit der Firma Graupner am letzten September-Wochenende in den Seminarräumen bei Graupner die dritte Heli-Akademie durch. 20 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands wurden im Vorfeld aus den vielen Bewerbern per Losentscheid ermittelt. Der Workshop kann wieder einmal als Erfolg verbucht werden, sowohl aus Sicht der Teilnehmer, die am Ende des zweitätigen Seminars ausnahmslos Bestnoten vergaben, als auch der Veranstalter.

Der Auftrag war klar definiert: Es geht bei der Heli-Akademie darum, dem Einsteiger eine große, basisorientierte Informationsfülle in Sachen Modellhubschrauber zu vermitteln. Das Ganze natürlich sachlich und fachlich sauber sortiert sowie methodisch und didaktisch so geschickt aufgebaut, dass die doch so komplexe Materie verständlich beim Teilnehmer ankommt.

Begrenzt
Apropos Teilnehmer: Deren Zahl war für die Heli-Akademie im Vorfeld bereits auf maximal 20 Personen limitiert, die Auswahl erfolgte nach dem Losverfahren. Die Praxis zeigt, dass die Entscheidung für diese Gruppengröße genau richtig ist, weil so die Referenten gezielter und individueller auf die einzelne Fragen der Teilnehmer eingehen und reagieren können, was bei einer Massenveranstaltung in der Form nicht möglich wäre. Schließlich stand ja auch auf der Agenda, dass ein Lernerfolg garantiert werden sollte.

Schulstunden
Bei der zu vermittelnden Materie ging es nicht nur um die Funktionsweise und das Bauen eines Modellhubschraubers. Ein Großteil der vielen fachkundigen Vorträge behandelte vor allem die so wichtigen Themen wie Programmierung des Helis sowie dessen Grundeinstellung. Immer wieder wurde dabei in praktischen Workshops, aber auch beim Beantworten individueller Fragen der Teilnehmer deutlich, dass hier manche Fachbegriffe und Zusammenhänge offensichtlich immer wieder gerne durcheinander geworfen werden. Hier bot die Heli-Akademie ordentliche Aufklärung.

Questions
Somit beschäftigten sich viele Vorträge beispielsweise mit den Fragen, was denn bitteschön der Unterschied zwischen einem Steller- und einem Regler-Modus bei Controllern ist. Oder an welchem Blatt der Einstellwinkel durch welche Maßnahme geändert werden muss, wenn der Spurlauf nicht stimmt. Weitere Fragen waren: Wie sieht die Ladetechnik bei LiPo-Akkus aus und was ist dabei zu beachten? Wie bestimme ich das korrekte Ritzel und damit einhergehend das Untersetzungsverhältnis? Wie arbeitet der Gaslimiter – und wozu braucht man das Teil überhaupt? Kann ich nicht auf das Programmieren des Autorotationsschalters verzichten – ich schwebe doch nur? Wie programmiert man einen Taumelscheibenmischer und warum ist dabei auch die mechanische Grundeinstellung der Servos so wichtig? Was ist der Unterschied zwischen Kollektiv-Pitch und zyklischer Steuerung? Steuert man bei der Hochachsenfunktion die Nase des Helis oder das Heck? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Heading-Lock und Normalmodus bei Gyro-Systemen und wie erkenne ich das? Was sind die wichtigsten Werkzeuge, die man zur Montage und Reparatur benötigt?

Fragen über Fragen, die Dank der kompetenten Referenten Norbert Wybranietz von der Firma Graupner sowie den beiden RC-Heli-Action-Akteuren Fred Annecke und Raimund Zimmermann ausführlich beantwortet wurden. Zum Teil geschah das individuell, zum Teil in deren jeweiligen Referaten, die nach Themen geordnet waren. Dabei kam auch der Sicherheitsaspekt nicht zu kurz. Respekt vor dem Fluggerät, stets überlegtes und verantwortungsbewusstes Handeln – das waren die klaren Grundansagen, die vermittelt wurden und die jeder gewissenhafte Pilot im Sinne der Betriebssicherheit beherzigen sollte.

Equipment
Als Referenzmodell während der gesamten Heli-Akademie diente der bereits seit langem im Graupner-Programm befindliche LOGO 10 Compact ARF, der nach wie vor wegen seiner unkomplizierten Handhabung und gutmütigen Flugeigenschaften ideal für dieses Vorhaben geeignet ist und im Wesentlichen baugleich ist mit dem aktuellen LOGO 400 von Mikado. Genau wie im Vorjahr wurde hier bewusst ein Hauptrotorsystem mit konventionellem Paddelkopf gewählt. Wer als Newbie nämlich die Arbeitsweise und Funktion der mechanischen Stabilisierung und Steuerung versteht, hat es zu späterem Zeitpunkt einmal leichter, wenn er sich an ein Flybarless-System heranmacht und die entsprechenden, nun elektronisch vorhandenen Parameter verstehen und einstellen muss.

Als Referenz bei den Fernsteuersystemen diente unter anderem die neue mx-20 HoTT. Bestens nachvollziehbar mittels Live-Darstellung des Senderdisplays am Beamer demonstrierte Norbert Wybranietz die einzelnen Schritte beim Programmieren eines Hubschraubers, angefangen bei der Grundeinstellung mit Steuermodus, Schalter- und Flugphasenvergabe über Taumelscheibenmischer bis hin zu Heckrotor-Gyro-Einstellung, Gas- und Pitchkurven, ohne dabei aber nochmal den Gaslimiter praktisch zu erklären. Natürlich kam auch das Thema Telemetrie nicht zu kurz. Hier wurde verdeutlicht, wie man sich die Live-Daten aus dem Modell anzeigen beziehungsweise ansagen lassen kann und deren Werte auch richtig zu interpretieren weiß.

Drehende Rotoren
Wieder einmal mit zu den Highlights zählten bei den Teilnehmern die praktischen Flugvorführungen und der Lehrer-Schüler-Betrieb. Für einige der bereits Fortgeschrittenen Teilnehmer war das zwar nichts Neues, aber die unbedarften Newcomer, die noch nie das Fliegen mit einem Hubschrauber dieser Größenklasse live am Steuerknüppel erlebt und bisher nur kleine Koaxhelis herumgescheucht hatten, waren begeistert, unter fachkundiger Anleitung das Steuerverhalten eines Helis, der gemäß vorher erklärtem Programmier- und Einstellschema aufgerüstet wurde, kennen zu lernen. Auch mancher mit fliegerischen Vorkenntnissen behaftete Teilnehmer war überrascht darüber, wie sich ein Heli prima mit relativ niedrigen Rotordrehzahlen fliegen lässt, dass das Ganze ohrenschonend leise ist und auch noch längere Flugzeiten und angenehm weiche Steuerreaktionen damit einher gehen.

Break
Wer viel arbeitet, muss auch mal Pause machen und sich für die nächsten Schulstunden stärken. In Sachen Verpflegung hatte der Veranstalter bestens vorgesorgt – die Graupner-Kantine bot hier kulinarisch reichlich an – inklusive Getränke-Flatrate und kleinen Snacks innerhalb des Seminarraums. Am Samstagabend sorgte nach dem gemeinsamen Abendessen eine anschließende Führung durch das Graupner-Werk, geleitet von Graupner-Mitarbeiter Holger Justus, bei allen Teilnehmern für einen krönenden Abschluss eines anstrengenden, aber lehrreichen Seminartags.

Repeat
Sowohl aus Sicht des Veranstalters als auch aus der der Teilnehmer (einige Feedbacks siehe Kasten) kann das Resümee gezogen werden, dass die Heli-Akademie ein voller Erfolg war. Wieder einmal wurde das gesteckte Ziel von RC-Heli-Action und der Firma Graupner, Einsteigern mit diesem Workshop eine wichtige Hilfe bei der Programmierung und Einstellung des Hubschraubers zu geben, erreicht. Großes Danke auch vom Veranstalter an die hochmotivierten und disziplinierten Teilnehmer: Ihr habt aufgrund eurer guten Mitarbeit und Engagements zum Erfolg maßgeblich beigetragen!

RC-Flight-Control
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