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Baby-Saurier im Tiefflug | T-Rex 250 von rc-city

von admin • 21.1.2009 • Kategorie: helistuff • RC-Heli-Action bestellen
Gerade war der T-Rex noch erwachsen geworden. Zeigte sich groß und brachial, mit fettem Verbrenner oder sattem E-Motor auf den Flugplätzen der Republik. Und zack, schon wieder vorbei die Zeit von „bigger is better“. Jetzt haben die den T-Rex geschrumpft.

Das altbewährte Heck des T-Rex 250 ist ebenfalls komplett aus Alu

Selbst an Details wie dem Alu-Höhenleitwerkshalter erkennt man die hochwertige Verarbeitung

Der Riemen ist sicher gelagert damit nichts beschädigt werden kann

Ebenfalls fertig montiert und komplett aus Alu gefertigt präsentiert sich der absolut spielfreie Rotorkopf

Die fertig lackierte GFK-Haube des T-Rex 250 wiegt gerade einmal 12 Gramm

Das Carbon-Chassis nimmt alle Komponenten sicher auf

Der 2,4-Gigahertz-Empfänger ist seitlich angebracht

(1) Das Antriebsritzel wird mit hochfestem Loctite auf der Welle des RCM BL 250 aufgeklebt. (2) Wie bei seinem großen Bruder ist auch das BEC des RCE 15 von 5 bis 6 Volt frei Programmierbar. (3) Passend zu dem GP 750-Kreisel liefert Align ein 13-Gramm-Highspeed-Heckservo. (4) Drei Digitale Taumelscheibenservos des Typs Align DS 410 mit 13 Gramm runden das Gesamtpaket ab. (5) Für das Heck des T-Rex 250 ist Aligns neuster Kreisel, der GP 750, zuständig

Saurier im Nebel: Für Wind ist der T-Rex wegen seiner geringen Abmessungen und seines Gewichts anfällig

Gerade einmal 330 Gramm bringt Aligns neustes Meisterwerk, der Heli mit dem großen Namen T-Rex 250, auf die Waage. „Der ist aber niedlich“, so unsere erste Reaktion auf den Minisaurier. Doch der Schein trügt, hinter der niedlichen Fassade steckt ein ausgewachsener, voll 3D-fähiger Hubschrauber der Mini-Klasse.

Ausgrabung
Pünktlich zur kommenden Indoor-Saison bringt Align mit dem T-Rex 250 einen Indoor-3D-Hubschrauber der Extraklasse auf den Markt. Als der Karton ankam, war die Verwunderung groß. Vielleicht ist ein Schalldämpfer in dem Karton, lautete die erste Vermutung, da in so einer winzigen Box unmöglich ein kompletter Hubschrauber sein kann. Doch die Spekulation war falsch: Der Inhalt des winzigen Kartons beherbergt den kompletten Raub-Dino. Unsere Super-Combo kam komplett mit drei digitalen Taumelscheibenservos DS 410, dem neuen SMM-Kreisel GP 750 samt digitalem DS-420-Heckservo, einem 3s-LiPo mit 900 Milliamperestunden und dem Brushless-Außenläufer RCM BL 250 sowie passend dazu dem RCE-BL-15X-Regler. Jedem Kasten liegen zwei paar Rotor- und Heckrotorblätter bei.

Die fertig lackierte GFK-Haube ist top verarbeitet, wie man es von Align bereits gewohnt ist. Drei verschiedene Versionen des T-Rex 250 sind zu haben, die sich lediglich im Lieferumfang unterscheiden. Einmal die Mechanik mit Motor und Regler, dann die Combo-Version mit drei Align DS-410-Taumelscheibenservos und die beschriebene Super-Combo, die bis auf einen Antriebsakku und einen Empfänger alles für die Fertigstellung des Helis enthält.

Archäologie
Nach der Inspektion des Kartoninhalts ging es an den Bau des kleinsten Sprösslings der Align-Familie. Um keine der winzigen Schrauben oder Baugruppen zu verlieren, ist es zu empfehlen, ein Bautuch zu verwenden und ausreichend Licht zur Verfügung zu haben. Der Rotorkopf ist bereits zu 85 Prozent fertig. Er ist komplett in Schwarz eloxiert und aus-Alu gefertigt. Align hat den bereits von den großen Dinos T-Rex 500 und T-Rex 600 Elektro Super Pro bewährten Rotorkopf verkleinert und angepasst. Sämtliche Schrauben waren bei unserem Exemplar mit Loctite gesichert, was ein Nacharbeiten unnötig machte. So musste lediglich die Paddelwippe mit Paddelstange und den Paddeln montiert werden. Hierzu liegt dem Baukasten das passende Werkzeug bei: ein Mini-Inbusschlüssel und ein Kreuzschraubendreher. Das lästige Einstellen der Gestänge am Rotorkopf entfällt fast komplett, da hier Plastikteile, die bis auf zwei Anlenkungen fertig sind, zum Einsatz kommen. In den Blatthaltern sind keine Drucklager montiert, was sich in dieser Größe auch nicht bemerkbar macht. Somit ist der Bau des Kopfs dank der guten Vorarbeit von Align innerhalb weniger Handgriffe erledigt.

Der nächste Schritt in der Bauanleitung sieht vor, das Chassis fertig zu montieren. Montieren ist hier allerdings eher das falsche Wort, da auch das Chassis zu 80 Prozent fertig ist. Das Landegestell ist ein altbewährtes System, das nur verkleinert wurde. Es ist mittels weniger Handgriffe montiert. Der bereits eingebaute Motor muss noch mal ausgebaut werden, um das Ritzel mit grünem Loctite festzukleben. Hier ist darauf zu achten, den Kleber ausreichend aushärten zu lassen. Der Einbau der Taumelscheibenservos geht schnell von der Hand. Hier dürfen sich die neuen Align DS-410-Digitalservos unter Beweis stellen. Es handelt sich hierbei um Servos der 12-Gramm-Klasse. Dies ist doch etwas ungewöhnlich, aber im 3D-Flug sehr von Vorteil. Hubschrauber derselben Klasse, wie zum Beispiel der Hurricane 200, verwenden Servos der Kategorie 8 Gramm, welche nicht die Stellkraft und die Genauigkeit der DS 410 oder HS 65 haben.

Da nun hier fast alle Arbeiten erledigt sind, geht es an die Fertigstellung des Hecks. Das ebenfalls komplett aus Alu gefertigte Heckrotorgehäuse samt Alublatthaltern liegt fertig montiert in der Tüte, sodass nur noch das Heckrohr montiert sowie die Leitwerke aus CFK und der aus Alu gefräste Höhenleitwerkshalter angeschraubt werden müssen. Um die Mechanik zu komplettieren, werden nun die drei Baugruppen zusammengefügt. Den Rotorkopf setzt man in das Chassis ein. Das Hauptzahnrad, welches den Freilauf beherbergt, muss auf die Welle geschoben und alles von unten mit einer Schraube samt Unterlegscheibe befestigt werden. Nun kann der Motor eingesetzt und das Zahnflankenspiel mit Hilfe eine Papierstücks eingestellt werden. Zu guter Letzt müssen die Schrauben der Heckrohrhalterung im Chassis gelöst werden und das Heckrohr samt Riemen kann an seinem Arbeitsplatz einziehen. Nun muss noch der Riemen gespannt, die Heckverstrebung festgeschraubt und der Höhenleitwerkshalter gesichert werden. Somit ist der Bau der Mechanik innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen und trotz teils sehr winziger Ausmaße der Baugruppen schnell erledigt.

Feinmechanik
Jetzt folgt der Teil, bei dem kleine Finger und Geduld gefragt sind: Der Einbau der restlichen RC-Komponenten. Der Regler fand bei uns unter der Akkuaufnahme Platz, wo es keine Probleme mit der Kabellänge gibt und der Schwerpunkt sehr gut passt. Der Regler wird einfach mit einem Stück des zweiten Kreiselpads befestigt und zusätzlich durch einen Kabelbinder gehalten. An dieser Position ist der Regler vom Empfänger möglichst weit entfernt, um so auch den Einsatz von 35-Megahertz-Systemen störfrei zu ermöglichen. Eine Besonderheit des Reglers ist das Programmierbare BEC, wie es auch schon sein großer Bruder der 60-Ampere-Regler des T-Rex 500 hat. Es lässt sich Stufenlos von 5 bis 6 Volt einstellen. Der neue Align SMM-Kreisel GP 750 findet Platz auf der dafür vorgesehenen Kreiselplatte unter der Heckrohraufnahme. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass der Knopf zum Programmieren des GP 750 so liegt, dass er auch nach dem Einbau benutzt werden kann. Das extra von Align entwickelte Heckservo des Typs DS 420 wird mit Hilfe der Schellen so nah wie möglich an der Heckrohraufnahme am Chassis befestigt.

Für den optimalen Empfang kommt ein AR 6100 von Spektrum mit 2,4-Gigahertz-Technologie zum Einsatz. Mit einem Gewicht von weniger als 4 Gramm ist dieser perfekt für den T-Rex geeignet. Das Verstauen der Servokabel kann zur Geduldsprobe werden, da sie verhältnismäßig lang sind. Sie wurden der Einfachheit halber unter der Kreiselplatte im Chassis verstaut. Wenn man Zeit und Lust hat, kann man diese natürlich auf der passenden Länge kürzen was deutlich aufgeräumter aussieht und auch noch ein bisschen Gewicht spart. Da der Einbau der Elektronik fertig ist, fehlen nur noch die Programmierung des Senders sowie das Einstellen des Reglers und des Kreisels. Die Programmierung läuft ab wie bei jedem der Align-Raubsaurier. Im nächsten Schritt wird der Regler wie in der Anleitung beschrieben eingestellt. Wir haben uns für den Betrieb einer Gaskurve entschieden und eine BEC-Spannung von 6 Volt eingestellt, um die volle Leistung der Servos zu erhalten.

Saurierkreisel
Bei der Einstellung des GP-Kreisels sollte man, bevor das Servo angeschlossen wird, auf 1.520 Millisekunden umstellen, um eventuelle Schäden des Heckservos zu vermeiden. Als nächstes werden der Digital­mode des Kreisels und das Limit des Servos eingestellt, damit das Servo nicht auf Anschlag läuft. Als Letztes wird noch die korrekte Wirkrichtung des GP 750 kontrolliert und falls nötig korrigiert. Die Taumelscheibenservos wurden exakt auf Mittelstellung gestellt und das Servohorn genau parallel zur Bodenplatte des Chassis ausgerichtet. Danach wurden die Gestänge zur Taumelscheibe so eingestellt, dass auch diese waagerecht sind und am Blatthalter mit 0 Grad Pitch anliegen. Natürlich könnte man dies auch alles elektronisch im Sender machen, doch es hat sich immer wieder gezeigt, dass ein exaktes mechanisches Setup im Flug deutlich positiv zu merken ist.

Die Pitchwerte werden mit einer Align-Pitchlehre, für die ein extra Adapterstück im Baukasten beiliegt, auf ±13 Grad eingestellt. Nach nunmehr fünf Stunden ist der Bau inklusive Setup des kleinen Sauriers abgeschlossen und dem Erstflug steht nichts mehr im Wege.

Der Dino lebt
Bei Windstille ging es nach draußen zum Erstflug, wo Flugphase eins startete, die mit den Gaswerten von 80-75-70-75-80 belegt ist. Der Sanftanlauf des Reglers arbeitet einwandfrei und schont so das Hauptzahnrad sowie den Antriebsstrang. Direkt nach dem Abheben musste wieder gelandet und die Kreiselempfindlichkeit deutlich reduziert werden, um dem Aufschwingen des Hecks entgegenzuwirken. Bei 25 Prozent Empfindlichkeit stand das Heck wie eine Eins und es konnte losgehen.

Trimmen oder Spurlauf einstellen entfiel dank des guten mechanischen Setups auf der Werkbank komplett. Nach ein paar Runden hatte man sich an den doch erstaunlich ruhig fliegenden Heli gewöhnt und die zweite Flugphase mit den Werten 100-95-90-95-100 wurde aktiviert. Ein Check mit dem Drehzahlmesser ergab eine Kopfdrehzahl von 4.490 Umdrehungen pro Minute, was in der Größe nicht ungewöhnlich ist. Nach ein paar Überschlägen und Tic-Tocs wurde erst einmal wieder gelandet und der Heli kontrolliert. Alles war noch an seinem Platz und funktionierte einwandfrei.

Nachdem der Akku wieder vollgeladen war, wurde schnell klar, mit den 900 Milliamperestunden werden nicht mehr als vier Minuten Flugzeit im 3D-Stil zu erreichen sein. Dies dürfte aber auch genug Nerven­kitzel sein, da man sich bei dieser Größe doch extrem konzentrieren muss, um die Fluglage gerade bei schlechten Sichtverhältnissen nicht zu verlieren. Bei dem nächsten Flug wurde der Kleine erst einmal im 3D-Flug auf Herz und Nieren geprüft. Er fliegt sich äußerst präzise und wirkt nicht nervös oder hat ein Eigenleben, wie man es eventuell bei dieser Größe vermuten könnte. Nach etwa vier Minuten Funnels, Tic-Tocs, Rainbows und anderen Figuren hatte der Antrieb 730 Milliampere konsumiert. Wer hier denkt, dass ein Akku mit mehr Kapazität alles verbessert, wird eines Besseren belehrt: Erstens darf der Akku vom Gewicht nicht großartig abweichen, da sonst der Schwerpunkt nicht mehr passt und zweitens scheiden die meisten am Markt erhältlichen Akkus wegen ihrer Größe aus.

Spitzendino
Das Schwebeverhalten und die Präzision ist für einen Heli dieser Klasse bemerkenswert. Dies will aber nicht heißen, dass der T-Rex 250 aufgrund seiner geringen Abmessungen für das Wohnzimmer geeignet ist. Es handelt sich hierbei, auch wenn es so aussehen mag, nicht um ein Spielzeug und der Heli ist somit nichts für Einsteiger. Piloten sollten auf jeden Fall Flugerfahrung mitbringen und nicht unbedarft an die Sache herangehen.

Nach den ersten paar Flügen ging es endlich in die windstille Turnhalle, wo sich der T-Rex so richtig wohl fühlt. Bei einem Abfluggewicht von nur 330 Gramm macht sich Wind deutlich bemerkbar. Natürlich sollte die Halle eine entsprechende Größe haben, da der Kleine doch sehr schnell werden kann und in Räumen kommt die Wand sehr rasch nah. Da jetzt mittlerweile ein paar Flüge im Logbuch des T-Rex stehen, geht das Fliegen von 3D-Figuren deutlich entspannter von der Hand als vorher mit dem T-Rex 450, der das doppelte an Gewicht auf die Waage bringt. Natürlich darf man von so einem Hubschrauber nicht erwarten, dass er in Figuren wie zum Beispiel Tic-Tocs so präzise stoppt wie ein 50er- oder 90er-Heli, aber das liegt wahrscheinlich an den Hauptrotorblättern aus Kunststoff. Hier werden sicherlich in absehbarer Zeit Exemplare aus CFK auf den Markt kommen.

Dinomania
Align hat mit dem T-Rex 250 wieder einen sehr guten 3D-tauglichen Hubschrauber der Mini-Größe für die Indoorsaison auf den Markt gebracht. Das Set ist perfekt abgestimmt und funktioniert einwandfrei. Die Verarbeitung ist wieder erstklassig und selbst an passendes Miniaturwerkzeug wurde gedacht. Tuningfreaks sind hier arbeitslos, da bereits alles Erdenkliche an Verbesserungen Serie ist. Der Antrieb ist mit einem 3s-LiPo absolut ausreichend für jegliche 3D-Figuren und behält trotzdem einen kühlen Kopf, ebenso der Regler. Die Servos können locker mit ihren Mitbewerbern auf dem Markt mithalten und sind ebenfalls uneingeschränkt zu empfehlen. Wer also einen neuen Spielgefährten für die kommende Indoorsaison sucht, ist mit dem T-Rex 250 bestens bedient. Also ab in den Jurassic Park.


3 Antworten »

  1. Nach den 450ern scheint man sich bei den Herstellern nun auf die 250er-Klasse einzuschießen. Align machts wie in der Vergangenheit mit dem T-Rex 250 vor und alle ziehen nach. Wie man am Gaui-Heli sehen kann, über den es ja auch einen Bericht auf dieser Seite gibt. Ich denke, nach der Messe in Nrünberg wird es viele 250er-Neuheiten-Meldungen geben. Bin gespannt.

  2. @Holger. Du hast mit deiner Einschätzung sicher Recht. Nur, ist das für dich jetzt etwas Negatives? Wir sollten uns doch darüber freuen, wenn es zahlreiche Alternativen gibt. Denn nicht alle Modelle sind baugleich. Bei den 450ern gibt es dafür einige Beispiele (Mini Titan, Beam). Und auch der von dir aufgeführte und hier vorgestellte Hurricane 200V2 von heli-shop.com ist kein Abklatsch vom T-Rex. Ganz im Gegenteil, das Modell gab es schon vor dem 250er von Align.

  3. @ Holger:
    Du irrst Dich mein Lieber. Tatsächlich ist GAUI schon seit über einem Jahr auf höchstem technischen Niveau in der 200er Welt vertreten. Die hatten schon einen hochwertigen 200er in der zweiten Generation, als vom 250er Rex weit und breit noch nichts zu sehen war (s. z.B. Rotor Ausgabe März 2008).
    Ist also eher andersrum…..;-)

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