Energy-Fighter | Kampfeinsatz im Wohnzimmer
von admin • 11.2.2010 • Kategorie: helistuff • RC-Heli-Action bestellen
Es ist der 7. September 1965 in den USA. In der Luft liegt Kerosingeruch, die Rotorblätter knallen und die Bell AH-1 geht zum ersten Mal in die Luft. So oder so ähnlich muss es damals beim Erstflug des für den Militäreinsatz gebauten Kampfhubschraubers gewesen sein – 45 Jahre später sieht die Welt ganz anders aus. Aus einem kleinen Karton erhebt sich die Mini Cobra im Red-Bull-Design in heimischen Gefilden mit der Mission: Spaß im Wohnzimmer!
Der 2,4-Gigahertz-Sender lässt sich von Mode 1 auf 2 umbauen und verfügt darüber hinaus über Reverse-Schalter und eine Trainerbuchse (Rückwand)

Der hochgesetzte Heckausleger beherbergt einen kleinen, drehzahlgesteuerten Elektromotor, der für die Hochachsensteuerung verantwortlich ist

Viele Scale-Details werten die Rumpfverkleidung enorm auf. Hier Blick auf die Gatling-Bordkanone

Der serienmäßig dem Bausatz beiliegende 2s LiPo-Akku hat eine Kapazität von 600 Milliamperstunden und reicht für eine Flugzeit von etwa fünf Minuten. Geladen wird er über den Balancer-Anschluss (weiß)

Riesengroß prangt das Logo des österreichischen Energydrink-Herstellers an den Rumpfseitenwänden

Das Single-Hauptrotorsystem mit seiner um 45 Grad versetzt angeordneten Stabilisierungsstange und den Bell-Hiller-Mischhebeln bringt sehr ausgewogene und anfängerfreundliche Flugeigenschaften mit sich

Blick in den Akkuschacht des Rumpfes. Das Messingritzel des Bürstenmotors treibt das große Kunststoff-Haupzahnrad an, das mit der hohlen Rotorwelle verschraubt ist

Ob im heimischen Garten oder im Wohnzimmer – die Mini Cobra fühlt sich überall dort wohl, wo es windgeschützt ist

Der österreichische Importeur Flitework bringt uns natürlich mit der passenden Lizenz die Mini Cobra AH 1 im Red-Bull-Design auf den Hobbytisch. Hierbei handelt es sich um keinen gewöhnlichen Koax-Chopper, wie man ihn schon zur Genüge kennt. Die Mini Cobra ist ein Single-Rotor-Heli mit eigenem, durch einen kleinen Bürstenmotor angetrieben Heckrotor. Laut Beschreibung soll dieser für Indoor gedachte Hubschrauber absolut einsteigertauglich und gutmütig sein. Dem sind wir auf den Grund gegangen und haben die Cobra aus dem Hangar geholt.
All inclusive
Im Lieferumfang befindet sich alles, was der zukünftige AH 1-Pilot zum Fliegen benötigt – bis auf vier AA-Mignon-Batterien für den Sender. Zuerst wird der 2s LiPo-Akku geladen, der über den Balanceranschluss mit dem beiliegenden Ladegerät verbunden wird. Der Ladestatus wird mittels einer LED angezeigt. Blinkt die grüne LED, lädt der Akku. Leuchtet sie dauernd, ist der Akku einsatzbereit. Alles, was der Pilot noch machen muss, ist das Einlegen der vier Senderbatterien, dann den Flugakku mit der Cobra verbinden – und schon kann die erste Mission geflogen werden.
Der Sender mit 2,4-Gigahertz-Technologie lässt sich sehr leicht von Mode 2 auf jeden Mode 1 umbauen (Mode 1 = Gas auf dem rechten Knüppel; Mode 2 = Gas auf dem linken Knüppel). Dazu muss der Sender mit fünf Schrauben geöffnet werden, um die Drossel-Ratsche auf die gewünschte Seite umzurüsten. Zum guten Schluss wird an den Dip-Schaltern, die sich auf der Rückseite des Senders befinden, der Mode eingestellt. In unserem Fall mit einem Wechsel von Mode 2 auf 1 musste hierzu der fünfte Schalter umgelegt werden. Mit Dip eins bis vier können die Drehrichtungen der einzelnen Funktionen umgepolt werden.

Ready for take off
Nachdem der LiPo-Akku in den Schacht unterhalb des Rumpfes verfrachtet und mit der Elektronik verbunden worden ist, kann es losgehen. Der Gasknüppel wird nach vorne geschoben und die Cobra erhebt sich majestätisch in die Luft. Nach den ersten Trimmungen liegt der Proband ruhig im Schwebeflug und dreht anschließend seine ersten Runden im Wohnzimmer. Alle Funktionen sprechen sehr schön auf die Steuereingaben des Piloten an, wobei sich das Modell generell sehr Koax-typisch fliegt und sich selbst durch hektische und zu große Steuereingaben nicht aus der Ruhe bringen lässt.
Die Funktion des Heckrotors ist sehr gut, folgt sehr gleichmäßig und nicht zu schnell. Der kleine Motor am Heck wird allerdings doch recht laut, wenn man eine Pirouette gegen das Drehmoment machen möchte.
Bei der Wahl des Einsatzortes sollte der Pilot immer die Windverhältnisse im Auge behalten, da die Mini Cobra dank ihres geringen Gewichts nicht für Wind geeignet ist. Der primäre Einsatzort sollte somit eher in geschlossenen Räumen sein oder nur bei äußerster Windstille ins Freie verlegt werden, um den vollen Flugspaß zu bekommen. Andererseits kann es sein, dass die Cobra kräftig hin und her gewirbelt wird, nicht mehr auf die Steuereingaben des Piloten reagiert und eine Notlandung unvermeidbar ist. Für diesen Fall liegen dem Kasten ein paar Ersatzrotorblätter bei, die für die Notversorgung vor Ort reichen sollten. Eventuell notwendige Reparaturen am Rumpf lassen sich bequem mit Tesafilm und Sekundenkleber durchführen.
Mission Possible
Das Flugverhalten dieses Single-Rotor-Helis ist absolut einsteigertauglich. Der fortgeschrittene Pilot wird sich sofort zurechtfinden, so dass einem flotten Einsatz im heimischen Garten nichts mehr im Weg steht. Die Flugzeit ist mit knapp fünf Minuten relativ kurz; hier hätte der Akku vom Hersteller etwas größer ausgelegt sein dürfen. Die Positionsbeleuchtung über der vorbildgetreuen Gatling-Kanone sowie die insgesamt sehr umfangreiche Detailtreue des Rumpfes tragen neben dem schönen Flugbild zum tollen Gesamteindruck der Mini Cobra bei. Die Cobra hebt sich durch ihr schöne Optik und den Single-Rotor von der breiten Masse ab und wird bestimmt ihren Siegeszug in die Wohnzimmer oder Turnhallen finden.




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[...] „Energy Fighter“ – ein Testbericht über einen drehzahlgesteuerten (nicht-Koax-) Heli mit 380 mm Rotordurchmesser – die Größe für Wohnzimmer und Garten: die Mini Cobra AH-1 im Red Bull Design von Flitework. [...]