Summary – Langzeiterfahrung mit Mikados Clinquecento
von admin • 19.7.2010 • Kategorie: helistuff • RC-Heli-Action bestellen
Gut Ding will Weile haben – frei nach diesem Motto und nach über einem Jahr Flugerfahrungen in allen Jahreszeiten folgt nun der versprochene Nachschlag zum Testbericht „Topless“ in RC-Heli-Action 4/2009. Und der lohnt sich, schließlich wurde in der Zwischenzeit seitens des Herstellers nachgelegt und diverse Komponenten getestet.
Schon seit längerem bei Mikado im Sortiment: fertig lackierte Kabinenhauben in bester Qualität und schickem Outfit
Für zusätzliche Sicherheit gegen Herausrutschen der Anschlussstecker am V-Stabi sorgt ein Tropfen Kontaktkleber
Die während des Tests eingesetzten 6s-LiPo-Akkus (von links): FlightPower 4.500 mAh, TopFuel 2.450 mAh und SLS 5.000 mAh
Der Vergleich der beiden eingesetzten Hauptrotorblätter verdeutlicht die größere Profiltiefe der Maniac 553
Anfangs war der LOGO 500 nur mit einer weißen GFK-Kabinenhaube inklusive blauem Dekor erhältlich. Hier hat Mikado reichlich nachgelegt: Schon bei der Bestellung des Bausatzes oder aber im Nachhinein als Zubehör besteht die Qual der Wahl aus mehreren unterschiedlichen Farbgebungen und Designs. Die Haube erreicht den Kunden fertig ausgeschnitten, vierfarbig lackiert und komplett mit dem Mikado- beziehungsweise LOGO-500-Schriftzügen versehen in absolut hochwertiger Qualität. Lediglich die Gummitüllen für die Befestigung an der Mechanik sind noch in die werkseitig gebohrten Löcher einzukleben.
Zwar bringt diese deutlich stabiler laminierte Variante gegenüber dem weißen Original satte 33 Gramm mehr auf die Waage, doch punktet sie dafür mit der persönlichen Note und der hervorragenden Fluglagen-Erkennung bei allen nur denkbaren
Lichtverhältnissen.
Update
Auch die aktuelle Version 4.0 des V-Stabi-Systems wurde auf die Zentraleinheit aufgespielt. Die genaue Vorgehensweise sowie die kurzweilige Programmierung wurden bereits ausführlich in RC-Heli-Action 10/2009 und 1/2010 beschrieben. Das System versieht seinen Dienst seit nunmehr 7 Monaten bei Temperaturen zwischen minus 5 und plus 30 Grad Celsius völlig störungsfrei und zur vollsten Zufriedenheit.
Hier noch Tipps zum Ausschluss eventueller Fehlerquellen: Hin und wieder sollte der feste Sitz und damit die exakt rechtwinklige Ausrichtung des Sensors zur Hauptrotorwelle überprüft werden. Das gilt auch für die Steckverbindung zwischen Sensor und Zentraleinheit, deren Kabel spannungs- und zugfrei verlegt werden müssen. Wir haben die Stecker zusätzlich noch gegen Herausrutschen mit einem Tropfen Kontaktkleber fixiert. Die kinderleichte Programmierung und die hervorragende Flugeigenschaften werden besonders deutlich, wenn direkt nach mehreren Flybarless-Flügen ein herkömmliches Paddelkopfmodell durch die Luft bewegt wird, bei der plötzlich wieder alle Eigensinnigkeiten dieses Systems vom Piloten selbst ausgesteuert werden müssen.
Blattwahl
Die vollsymetrischen Hauptrotorblätter von Mikado mit einer Länge von 520 Millimeter (mm), einer Tiefe von 49 mm, einem Gewicht von 114 Gramm und einem Vorlauf von etwa einem Grad harmonieren hervorragend mit dem stabilisatorlosen Kopf des LOGO 500 und lassen eigentlich keine Wünsche mehr offen. Dennoch wurde zum Vergleich ein Satz vollsymetrischer „Maniac“-Blätter (Länge 553 mm Länge, Blatttiefe 55 mm, Gewicht 120 Gramm) montiert. Sie überzeugen durch eine sehr angenehme Geräuschkulisse und können bei Verwendung des 14er-Motorritzels und einer bevorzugten Kopfdrehzahl von etwa 1.800 Umdrehungen pro Minute
(U/min) im weiträumigen Kunstflug und weichem 3D-Flug mit hervorragender Spurstabilität und kräftigem Durchzug glänzen. Beim Hochschalten auf knapp 2.200 U/min ergibt sich eine kaum zu toppende Wendigkeit und Spritzigkeit, die auch hart gesottene 3D-Freaks mehr als zufrieden stellen dürfte. Abgerundet wird das positive Gesamtbild der Maniac durch sehr hohe Energiereserven in der Autorotation.
Stromspender
Nach den guten Erfahrungen mit den FlightPower-Akkus und den noch besseren Ergebnissen in Sachen Leistung mit den TopFuel-LiPos von Hacker kamen zusätzlich noch zwei Akkupacks der SLS Eco Power-Line von Stefans LiPo-Shop zum Einsatz. Diese haben eine Kapazität von 5.000 Milliamperestunden (mAh) und sollen Ströme von bis zu 25C Dauer und 50C Burst liefern. Das Gewicht beträgt 800 Gramm und somit 100 Gramm mehr als die 4.500er FlightPower. Mit ihren Abmessungen von 142 x 51 x 53 mm passen sie mit einer Höhenreserve von 5 mm gerade noch in den Akkuschacht. Der Schwerpunkt lässt sich auch mit diesen Packs problemlos einstellen.
Schon beim Hochdrehen ist bei gleicher Controller-Programmierung eine Erhöhung der Drehzahl um knapp 200 U/min feststellbar. Subjektiv scheint es bei Steigflügen mit Vollpitch bis zur Sichtgrenze und bei allen geflogenen Figuren keinen spürbaren Leistungseinbruch mehr zu geben. Die Messwerte nach dem knapp 6 Minuten dauernden Flug sprechen eine deutliche Sprache: Ein maximaler Strom von
97 Ampere und eine maximale Leistungsaufnahme von 1.990 Watt zeugen von einem geringen Innenwiderstand und einer hohen Leistungsfähigkeit der SLS-Akkus. Dabei bleibt bei einem Termperaturanstieg des Motors um 15, des Controllers um 30 und des Akkus um 25 Grad Celsius alles im grünen Bereich. Bei der anschließenden Ladung nimmt der Akku exakt 2.650 mAh auf, was bei einer 80 bis 85-
prozentigen Entladung je nach Flugstil eine Flugzeit von 7 bis 8 Minuten ergibt.
Liebling
Der LOGO 500 3D V-Stabi hat sich im Testzeitraum von über einem Jahr bestens bewährt. Obwohl er im Zusammenspiel mit diversen Komponenten immer sehr gut und fehlerfrei funktioniert hat, gibt es für uns eine individuelle Lieblingskonfiguration. Das 14er-Motorritzel mit einer eingestellten Kopfdrehzahl um die 1.800 bis maximal 2.100 U/min, die Rotorblätter Maniac 553 und die SLS 6s mit 5.000 mAh. Aufgrund der enormen Leistungsentfaltung, der hervorragenden Flugeigenschaften und der bisher uneingeschränkten Zuverlässigkeit wird der LOGO 500 3D V-Stabi sicherlich noch sehr lange für maximalen Flugspaß sorgen.
Text & Bilder: Georg Stäbe










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