Micro-Cruiser | Single-Blade-Runner für In- und Outdoor
von admin • 12.1.2010 • Kategorie: pilot`slounge • RC-Heli-Action bestellen
Das Küken bei Nine Eagles heißt Solo Pro und ist der kleine Bruder der in RC-Heli-Action 8/2009 vorgestellten Kestrel 500 SX. Mit einem Abfluggewicht von 27 Gramm gehört der Solo Pro mit zu den kleinsten und leichtesten Helis mit Single-Hauptrotor-System.
Die Zentralplatine beherbergt unter anderem auch die beiden Linear-Servos. Hier sind die beiden Motoren erkennbar, die über Getriebe die Spindeln antreiben

Der Hauptrotor mit seiner obenliegenden, schräg angeordneten Stabi-Stange verfügt sogar über Bell-Hiller-Mischhebel, die an der Rotorwippe befestigt sind

Der Heckmotor mit seiner aufgepressten Lufschraube sitzt in einer Kunststoff-Halterung. Die Stromversorgung erfolgt über dünne Litzen, die innerhalb des Vierkant-Heckauslegers geführt sind

Der symmetrisch gebaute Sender mit Display. Für Mode 1 muss er nur horizontal um 180 Grad gedreht werden

Vier Mignon-Zellen dienen zur Stromversorgung. Auch der Antriebsakku des Helis wird hier eingeschoben und geladen. Gut zu erkennen ist die mögliche Antennenposition für Mode 1, bei der ein kleiner Tastschalter aktiviert wird

Der kleine, einzellige Antriebsakku ist serienmäßig mit dem verpolsicheren Kontaktanschluss versehen

Handstart macht mit dem Winzling richtig Spaß – und mit etwas (fliegerischem) Geschick kann man ihn auch wieder aufschnappen

Der neue ist wahrlich ein Fliegengewicht, dementsprechend liegen auch seine Abmessungen im ultrakompakten Micro-Bereich – prädestiniert für Wohnzimmer und Büro. Es ist kein Koaxialheli, sondern wir haben es hier mit einem klassischen System zu tun, bei dem es jeweils nur einen Haupt- und einen Heckrotor gibt.
Stabilisierend
Der rechtsdrehende Hauptrotor hat eine obenliegende Stabilisierungsstange, die im Winkel von 45 Grad zu den Rotorblättern angeordnet ist. Statt profilierten Steuerpaddeln – wie bei einigen anderen Microhelis zu finden – gibt es hier am Ende der Stange in angespritzen Kunststoff-Aufnahmen eingelassene Metallgewichte, die zur Erhöhung der Masse dienen und für ausgewogene Flugstabilität sorgen. Zwei von der Stabi-Einheit führende Gestänge sind wie bei den „Großen“ mit winzigsten Bell-Hiller-Mischhebeln verbunden, die zentral an der Rotorblatt-Wippe befestigt sind.
Der Rest ist simpel: Ein Hauptmotor, der über ein einstufiges Zahnradgetriebe den Rotor antreibt, ein gesonderter Heckmotor, der mit einer Luftschraube versehen ist und eine Platine mit der gesamten Bordelektronik. Letztere beherbergt neben dem Empfänger und dem Gyro-System auch noch die beiden winzigen Linear-Servos für die Nick- und Roll-Ansteuerung der Taumelscheibe sowie die beiden Controller für die Motoren. Fehlt nur noch der Akku, der beim Einschieben in seiner am Kufengestell befindlichen Halterung Kontakt aufnimmt. Verkleidet wird das Ganze durch eine ultraleichte, fertig lackierte Haube, die mit vier Gummiringen am einteiligen Chassis befestigt wird.

Schluss beim Kauf des Helis mit der Frage nach dem Steuermodus. Beim Solo Pro hat man sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Der serienmäßig mit zum Lieferumfang gehörende 2,4-Gigahertz-Sender bietet die Möglichkeit, das symmetrisch ausgelegte Gerät vom User einfach von Steuermodus 2 auf 1 umzurüsten. War vorher der nichtneutralisierende Drosselknüppel links, findet man ihn nach dem horizontalen Drehen um 180 Grad auf der rechten Seite. Jetzt nur noch die beiden Schrauben lösen, mit denen die auf der Rückseite befestigte Antenne verschraubt ist, umlegen, wieder festschrauben – fertig. Durch letztgenannten Schritt wird auch ein kleiner Schalter aktiviert, der intern für die Umkehr aller Funktionen sorgt und zudem die Roll- mit der Heckfunktion vertauscht. Vollgas liegt bei beiden Steuermodi jeweils vorne und ist nicht umkehrbar.
Der Sender bietet aber noch weitere Funktionen. Drückt man den Nickknüppel nach unten, wird einhergehend mit einem deutlichen Schaltgeräusch der Taumelscheiben-Ruderausschlag von „einfach“ auf „fortgeschritten“ umgestellt. Ein im Display eingeblendetes Symbol zeigt an, in welcher Betriebsart man sich gerade befindet. Hier werden ebenfalls noch Steuermodus, Batterieladezustand, die Trimmstellung und die aktuelle Gasknüppel-Position angezeigt.
Tipp: Wer lieber auf seinen altgewohnten Nine-Eagles-Sender des großen Bruders Kestrel 500 zurückgreifen möchte – bitteschön, der Mischbetrieb funktioniert tadellos. Zuvor muss jedoch ein Binding stattfinden: Kestrel-Sender mit gedrückter Bind-Taste einschalten, dann den Akku in den Heli einschieben. Nach wenigen Sekunden kommunizieren Heli und Sender miteinander.
Let’s have fun
Trotz seiner Mini-Abmessungen fliegt der Solo Pro sehr gutmütig und stabil, hat jedoch konstruktionsbedingt nicht die so extrem ausgeprägte Eigenstabilität der bekannten Indoor-Koaxhelis. Und genau das kommt dem Fun-Piloten sehr entgegen, denn mit dem Solo Pro kann man richtig Gas geben. In Windeseile nimmt der Winzling Geschwindigkeit auf und kann mit ordentlich Speed in die Kurven gelegt werden.
Er geht aber auch langsam: Er lässt sich auf engstem Raum punktgenau auf dem Tisch landen, wobei ausgedehntes „Herumeiern“ im Bodeneffekt unter etwa 15 Zentimeter Flughöhe genau so vermieden werden sollte wie bei allen anderen Helis dieser Größe. Durch seine beim Schweben schräge Lage, hervorgerufen durch das Heckrotormoment, gelingen Pirouetten auf der Stelle rechts herum am besten, wobei die Leistung des kleinen Heckmotors, unterstützt durch ein gut abgestimmtes Gyro-System, für das Hochachsen-Management sehr gut bemessen ist.
Dieser Heli überzeugt durch sein außergewöhnlich gutes Flugverhalten und die einfache, aber gut durchdachte Konstruktion. Es ist nicht nur ein Spaßgerät für jedermann, sondern eignet sich auch für den Umsteiger vom Koaxial- auf den Single-Rotor-Heli, der den Micro-Bereich keinesfalls verlassen möchte.
von Raimund Zimmermann




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[...] „Micro-Cruiser – Single-Blade-Runner für In- und Outdoor“ – der kleinste aus dem Hause Nine Eagles. Ein weiterer Stubenquirl im mSR-Format. [...]
Ein super Teil. Macht richtig Laune. Auch erstaunlich die Stabilität.Landete leider paar mal hart. Nix passiert.Ich glaube, man muss schon drauf treten, um den Solo Pro zu zerstören. Das Akkuladegerät sollte geordert werden. Wenn der Akkusleistung zu niedrig wird, fängt die Bedienung an zu piepen. Das klingt wie auf der Intensivstation bei einem Patient der mächtig bradykard ist. Einfach nervig.
Kann den Solo pro nur Weiterempfehlen,hab ihn als Komplettset mit Alukoffer,zwei Akkus ,Ladegerät mit 230 Volt und Sender gekauft.Mehr braucht man nicht.Jeder kanal lässt sich am Sender einstellen,so das der Solo auf der Stelle schwebt.Die Flugeigenschaften sind echt genial.Wer Langeweile bei schlechtem Wetter hat,der sollte sich den Solo zulegen,damit macht man nichts verkehrt.Guten Flug!!!!
Der Solo Pro steht in seinen Flugleistungen dem mSR in nichts nach. Einzig die deutlich schrägere Fluglage trübt das Bild ein wenig. Kann auch mit jedem größeren Nine Eagles-Sender problemlos gebunden werden. Der steckerlose Einschiebakku sollte zur Norm in dieser Klasse werden, da er das Fummeln mit diesen kleinen Steckern erspart. Das stromnetzfreie relativ schnelle Nachladen der Akkus ist auch sehr hilfreich.
Fazit: toller Mini